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Kanalwahl

Instagram, LinkedIn oder Facebook?

Die Antwort lautet fast nie „alle". Drei Fragen entscheiden, welcher Kanal dich trägt — und warum vier halbtote Profile schlechter sind als eines, auf dem etwas passiert.

Kanalwahl3 Minuten

Die Frage kommt meistens in dieser Form: „Muss ich eigentlich überall sein?“

Nein. Und der Versuch ist der zuverlässigste Weg, nach vier Monaten gar nichts mehr zu machen.

Die kurze Antwort

Ein Kanal. Der, auf dem deine Kundinnen ohnehin schon sind. Alles andere kommt später oder gar nicht. Ein Profil, auf dem seit einem Jahr regelmäßig etwas passiert, bringt mehr Anfragen als vier, die je zwölf Beiträge und einen Stillstand von acht Monaten zeigen.

Drei Fragen, die es entscheiden

Wo ist die Frau, die dich buchen soll, gerade unterwegs? Nicht wo du dich wohlfühlst — wo sie ist. Wenn du es nicht weißt, frag die drei Kundinnen, die du schon hast. Diese drei Antworten sind mehr wert als jede Statistik.

Verkaufst du an Menschen oder an Unternehmen? Eine Ernährungsberaterin, eine Physiotherapeutin, eine Coachin für Frauen im Wechsel — deren Kundinnen sind privat unterwegs. Eine Buchhalterin, eine Übersetzerin, eine Beraterin für Familienunternehmen findet ihre Auftraggeber woanders.

Was fällt dir leichter: schreiben, sprechen oder zeigen? Der Kanal, dessen Format dir am wenigsten Überwindung kostet, ist der, den du in zwölf Monaten noch bespielst. Das ist kein weiches Kriterium, sondern das härteste von allen.

Was die Kanäle wirklich unterscheiden

Instagram ist bildgetrieben und persönlich. Es funktioniert für alles, was man sehen kann — Räume, Menschen, Ergebnisse, Vorher und Nachher. Wer an Privatpersonen verkauft, fängt hier fast immer an.

LinkedIn ist Text. Ein gut geschriebener Absatz reicht, du brauchst kein einziges Foto. Der Kanal für alle, die an Unternehmen verkaufen — und der einzige, auf dem berufliche Erfahrung aus zwanzig Jahren sofort als Vorteil gelesen wird statt als Alter.

Facebook wird unterschätzt. Nicht wegen der Chronik, sondern wegen der Gruppen. In lokalen und thematischen Gruppen sitzen genau die Frauen zwischen vierzig und sechzig, die dich suchen — und dort ist es üblich, nach Empfehlungen zu fragen.

TikTok verlangt Video, Tempo und ein hohes Tempo beim Nachlegen. Wenn du gerade erst anfängst, ist es nicht der erste Kanal.

YouTube ist der einzige, auf dem ein Video nach drei Jahren noch gefunden wird. Dafür ist der Aufwand je Beitrag um ein Vielfaches höher. Ein guter zweiter Schritt, ein schlechter erster.

Der Fehler, den ich am häufigsten sehe

Vier angelegte Profile, überall derselbe Beitrag, nirgends eine Antwort auf Kommentare. Das liest sich für jede Besucherin gleich: Hier ist jemand, der etwas anfängt und nicht durchhält.

Ein leeres Profil ist schlimmer als kein Profil. Wenn du drei Kanäle hast, von denen zwei seit einem Jahr schweigen, lösch sie nicht — schreib in die Bio, wo du stattdessen zu finden bist. Das kostet zehn Minuten und beendet den schlechtesten Eindruck deines Auftritts.

Und wenn die Wahl falsch war?

Dann wechselst du. Deine Themen bleiben dieselben, nur das Format ändert sich — aus einem LinkedIn-Text wird eine Grafik, aus einer Grafik ein gesprochenes Video. Die Arbeit, die du in Inhalte gesteckt hast, ist nicht verloren. Verloren ist nur die Zeit, die du damit verbracht hast, dich nicht zu entscheiden.

Und wenn ein Kanal läuft, ist der zweite deutlich billiger als der erste: Dann verteilst du, was ohnehin entsteht. Genau in dieser Reihenfolge — erst einer, dann mehr — arbeite ich auch in der Betreuung.

Wenn du es nicht allein entscheiden willst

Im Erstgespräch sehe ich mir an, was du anbietest und wer es kaufen soll, und sage dir, welcher Kanal dazu passt — auch wenn das heißt, dass du drei andere sein lassen kannst. Dreißig Minuten, kostenlos.

Ein Wort nicht verstanden? Im Glossar stehen Reel, Hook, UGC und der Rest in normaler Sprache.