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Contentplan

Was poste ich? Ein Monat als Beispiel

Der leere Plan ist das eigentliche Hindernis, nicht die Technik. Vier Sorten Beiträge im Wechsel reichen — hier steht ein kompletter Monat, den du abschreiben kannst.

Contentplan3 Minuten

Der Plan ist angelegt, die Woche steht drin, das Feld darunter ist leer. Und bleibt es.

Das ist selten Faulheit. Es ist die Folge einer Frage, die zu groß gestellt ist: „Was poste ich?“ beantwortet niemand aus dem Stand.

Die kurze Antwort

Vier Sorten Beiträge, im Wechsel. Zeigen, was du tust. Beantworten, was gefragt wird. Sagen, wofür du stehst. Zeigen, wer du bist. Mehr Sorten braucht kein Kanal, und weniger als vier wird schnell eintönig.

Die vier Sorten

Arbeit zeigen. Ein Ausschnitt aus dem, wofür dich jemand bezahlt. Der Schreibtisch vor der Beratung, das Ergebnis danach, ein Werkzeug, das du benutzt. Das ist die wichtigste Sorte, weil sie das Einzige zeigt, was tatsächlich zu verkaufen ist.

Eine Frage beantworten. Nimm die Frage, die dir Kundinnen im ersten Gespräch stellen, und beantworte sie öffentlich. Wenn drei Menschen sie stellen, haben sie dreihundert.

Haltung. Etwas, das in deinem Fach üblich ist und das du anders machst. Das ist die Sorte, die aus Zuschauerinnen Kundinnen macht — Menschen buchen keine Leistung, sie buchen eine Auffassung davon, wie etwas laufen soll.

Person. Wer da eigentlich arbeitet. Kein Frühstücksfoto: der Grund, warum du das machst, ein Fehler, aus dem du etwas gelernt hast, der Weg zu diesem Beruf.

Vier Wochen, konkret

Angenommen, du bist Ernährungsberaterin und arbeitest mit Frauen ab fünfzig. Ein Beitrag pro Woche, vier Wochen:

Woche 1 — Arbeit. Was auf dem Tisch liegt, wenn eine Beratung anfängt: das Ernährungsprotokoll der letzten Woche, zwei Stifte, ein Blatt mit drei Fragen. Text dazu: was du in diesem Protokoll als Erstes suchst.

Woche 2 — Frage. „Muss ich abends auf Kohlenhydrate verzichten?“ Deine Antwort, drei Sätze lang, ohne Verkaufszeile.

Woche 3 — Haltung. Warum du keine Ernährungspläne zum Ausdrucken verteilst und was du stattdessen tust. Da darf ein Satz drin stehen, der andere ärgert.

Woche 4 — Person. Wie du zu diesem Beruf gekommen bist. Nicht der Lebenslauf, sondern der eine Moment.

Danach fängst du wieder bei Sorte eins an. Nach einem halben Jahr sind das sechsundzwanzig Beiträge, und dein Profil beantwortet die Fragen, die deine Kundinnen wirklich stellen.

Was du weglassen kannst

Guten-Morgen-Grüße. Zitate auf Farbverlauf. Feiertagsbilder. Alles, was austauschbar ist, weil es von jedem stammen könnte.

Sie kosten Zeit, sie füllen den Plan, und sie erzeugen genau die Ruhe, die es später schwer macht: Der Kanal ist gefüllt und trotzdem passiert nichts.

Wie daraus ein Monat in vier Stunden wird

Nicht wöchentlich arbeiten, wöchentlich veröffentlichen. Setz dich einen Nachmittag hin, nimm die vier Sorten, schreib vier Texte, mach vier Bilder. Danach ist der Monat erledigt.

Der teuerste Teil ist nie das Schreiben, sondern das Anfangen — und den zahlst du so einmal statt viermal. Wie oft veröffentlicht werden sollte, steht in Wie oft muss ich posten?

Und wenn dir nichts einfällt, obwohl du seit zwanzig Jahren in deinem Fach bist, liegt das fast nie an fehlenden Themen. Warum das so ist, steht in Wenn du zu viel weißt.

Wenn der Plan trotzdem leer bleibt

Im Erstgespräch machen wir deine ersten vier Themen fest — konkret, mit Überschriften, nicht als Kategorie. Dreißig Minuten, kostenlos.

Ein Wort nicht verstanden? Im Glossar stehen Reel, Hook, UGC und der Rest in normaler Sprache.