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Auffindbarkeit

Hat Social Media Auswirkungen auf mein SEO?

Direkt nicht — Likes und Follower sind kein Rankingfaktor. Indirekt sehr wohl, und über einen Weg, den fast niemand nennt. Was davon du nutzen kannst, ohne Fachfrau zu werden.

Auffindbarkeit3 Minuten

Die Frage kommt meistens hoffnungsvoll: „Wenn ich fleißig poste, findet Google mich dann besser?“

Die ehrliche Antwort ist zweigeteilt, und der zweite Teil ist der interessante.

Die kurze Antwort

Likes, Follower und Kommentare sind kein direkter Rankingfaktor. Google sagt das seit Jahren, und Links aus sozialen Netzwerken sind technisch so ausgezeichnet, dass sie keine Empfehlung weitergeben. Wer postet, um damit direkt bei Google zu steigen, wartet vergeblich.

Trotzdem verändert Social Media, wie gut du gefunden wirst — nur über Umwege.

Vier Umwege, die tatsächlich wirken

Dein Name wird gesucht. Das ist der größte Hebel. Wer dich auf Instagram sieht, tippt anschließend deinen Namen bei Google ein. Diese Suchen sind für dich fast konkurrenzlos — niemand sonst heißt wie du und macht, was du machst. Social Media erzeugt die Nachfrage, deine Website beantwortet sie.

Deine Profile ranken selbst. Such einmal nach deinem eigenen Namen. Auf der ersten Seite stehen mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Profile. Ob dort das Richtige steht, entscheidest du — und es ist oft der erste Eindruck, den jemand von dir bekommt, noch vor deiner Website.

Menschen verlinken, was sie gesehen haben. Ein Beitrag, den jemand nützlich findet, taucht in Newslettern, Blogartikeln und Foren wieder auf — und diese Links zählen sehr wohl. Der Weg ist indirekt, aber es ist derselbe Weg, über den Empfehlungen immer schon gelaufen sind.

KI-Antworten ziehen aus mehr als Websites. Wer ChatGPT oder Perplexity nach einer Dienstleisterin fragt, bekommt eine Antwort, die auch aus Profilen, Foren und Erwähnungen Dritter gebaut ist. Wer nur eine Website hat und sonst nirgends vorkommt, fehlt dort schlicht.

Was du konkret tun kannst

Schreib überall dasselbe. Derselbe Name, dieselbe Berufsbezeichnung, dieselbe Stadt — auf der Website, in jedem Profil, im Google-Unternehmensprofil. Suchmaschinen und KI-Systeme gleichen ab, ob das dieselbe Person ist. Drei Schreibweisen machen daraus drei halbe Personen.

Nenn deinen Ort. „Ernährungsberatung in Neustadt an der Weinstraße“ wird gesucht, „ganzheitliche Begleitung“ nicht. In der Bio, auf der Website, im Profil.

Verlink deine Website. Auch wenn der Link keine Empfehlung weitergibt: Er ist der Weg, auf dem Menschen von dort zu dir kommen. Und ein Ziel, das etwas taugt, ist besser als eine Sammlung von zwölf Links.

Leg ein Google-Unternehmensprofil an. Für lokale Sichtbarkeit ist das der größte einzelne Hebel, größer als jeder Beitrag — und es kostet nichts.

Was du sein lassen kannst

Hashtags in der Hoffnung auf Google. Sie wirken innerhalb der Plattform, sonst nirgends. Und das Verteilen desselben Beitrags auf fünf Kanälen, damit „mehr Signale“ entstehen: Es entstehen keine Signale, nur fünf halbtote Profile. Warum einer reicht, steht in Instagram, LinkedIn oder Facebook?

Die eigentliche Reihenfolge

Social Media bringt Menschen dazu, deinen Namen zu suchen. Was sie dann finden, entscheidet, ob eine Anfrage daraus wird. Wenn dort nichts Brauchbares steht, hast du mit jedem Beitrag nur mehr Leute auf eine Sackgasse geschickt.

Was auf einem Profil fehlen kann, steht in Warum weiß niemand von dir?

Wenn du wissen willst, was man über dich findet

Im Erstgespräch suche ich vorher nach dir und sage dir, was jemand sieht, der deinen Namen eingibt. Das überrascht fast jede. Dreißig Minuten, kostenlos.

Ein Wort nicht verstanden? Im Glossar stehen Reel, Hook, UGC und der Rest in normaler Sprache.