Die Frage ist neu und kommt inzwischen häufiger als die nach Google. Sie ist berechtigt: Wer eine KI nach einer Dienstleisterin fragt, bekommt keine zehn Links zum Durchsehen, sondern zwei oder drei Namen. Wer nicht dabei ist, existiert für diese Anfrage nicht.
Die kurze Antwort
Du wirst nicht „in ChatGPT gelistet“ — es gibt kein Verzeichnis, in das man sich einträgt. KI-Antworten werden aus dem gebaut, was anderswo über dich steht: deine Website, deine Profile, Branchenverzeichnisse, Erwähnungen durch Dritte. Wer nur an einer einzigen Stelle vorkommt, taucht in solchen Antworten nicht auf.
Warum das anders funktioniert als Google
Google zeigt dir Seiten und überlässt dir die Auswahl. Ein KI-System baut eine Antwort und trifft die Auswahl selbst.
Für dich hat das eine praktische Folge: Google belohnt eine starke Seite. Ein KI-System sucht Übereinstimmung an mehreren Stellen. Steht auf deiner Website „Ernährungsberaterin“, auf LinkedIn „Coach“ und im Google-Unternehmensprofil „Gesundheitsdienstleistung“, ergibt das kein klares Bild — und ein unklares Bild wird nicht genannt.
Vier Dinge, die du beeinflussen kannst
Schreib überall dasselbe. Derselbe Name, dieselbe Berufsbezeichnung, derselbe Ort — Website, jedes Profil, jedes Verzeichnis. Das ist der langweiligste Punkt auf dieser Liste und der wirksamste.
Beantworte Fragen in dem Wortlaut, in dem sie gestellt werden. Wenn Menschen „Was kostet eine Ernährungsberatung?“ tippen, dann steht diese Frage als Überschrift auf deiner Seite und darunter zwei Sätze, die sie beantworten. Nicht ein Absatz, der sich hinarbeitet — zwei Sätze, direkt. Genau solche Stellen lassen sich zitieren.
Komm an mehr als einer Stelle vor. Google-Unternehmensprofil, ein Branchenverzeichnis deines Fachs, ein Profil im Netzwerk, in dem deine Kundinnen sind. Drei Stellen, die dasselbe sagen, wiegen mehr als eine schöne Website.
Lass dich erwähnen. Was andere über dich schreiben, zählt anders als das, was du über dich schreibst — ein Gastbeitrag, ein Podcast, die Nennung in einer Liste. Das ist derselbe Weg, über den Empfehlungen immer schon liefen, nur maschinenlesbar.
Was du nicht beeinflussen kannst
Welche Quellen ein System heranzieht, wie oft es aktualisiert und warum es heute dich nennt und morgen jemand anderen. Es gibt keinen Eintrag, den man kauft, und keine Anmeldung, die man ausfüllt.
Wer dir „Listung in ChatGPT“ verkauft, verkauft dir Luft. Was er tatsächlich tut, ist im besten Fall das, was oben steht — und das kannst du selbst.
Der Test, der zwei Minuten dauert
Frag ein KI-System zweimal.
Erst nach deinem Namen samt Beruf und Ort. Kommt eine brauchbare Antwort, sind deine Angaben konsistent genug. Kommt Unsinn oder eine Verwechslung, weißt du, woran du zuerst arbeitest.
Dann nach dem Problem, das du löst — ohne deinen Namen. „Wer hilft in Neustadt an der Weinstraße bei …“ Diese zweite Frage ist die wichtige, denn so fragen Menschen, die dich noch nicht kennen. Wer dort genannt wird, ist deine tatsächliche Konkurrenz, nicht die, an die du denkst.
Was das mit Google zu tun hat
Mehr, als man vermutet: Fast alles, was dich in KI-Antworten bringt, hilft auch bei der klassischen Suche — und umgekehrt. Der Zusammenhang und die vier indirekten Wege dorthin stehen in Hat Social Media Auswirkungen auf mein SEO?
Und wenn beim Test herauskam, dass über dich schlicht zu wenig zu finden ist, fängt es eine Stufe früher an: Warum weiß niemand von dir?
Wenn du wissen willst, was man über dich findet
Im Erstgespräch sehen wir gemeinsam nach — Namenssuche, KI-Antwort, Profile. Dreißig Minuten, kostenlos, und du weißt hinterher, wo du stehst.