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Format

Yapping oder Talking Head — was passt zu dir?

Die beiden Begriffe stehen überall nebeneinander, als wären sie dasselbe. Sind sie nicht — und die Unterscheidung nimmt dir eine Entscheidung ab, an der viele hängen bleiben.

Format3 Minuten

Beide Wörter tauchen seit Monaten in denselben Sätzen auf. Wer neu dabei ist, liest daraus zwei konkurrierende Formate — und wartet, bis er weiß, welches das richtige ist.

Die kurze Antwort

Talking Head beschreibt, wie das Bild aussieht. Yapping beschreibt, wie du sprichst. Die beiden schließen sich nicht aus, sie liegen auf verschiedenen Ebenen. Ein Yapping-Video ist fast immer auch ein Talking Head. Ein Talking Head kann dagegen bis aufs Wort geplant sein.

Der Unterschied in einer Tabelle

Talking Head Yapping
Was der Begriff meint die Bildform die Sprechweise
Vorbereitung von keiner bis Wort für Wort erster und letzter Satz, sonst frei
Schnitt möglich keiner, das ist der Punkt
Länge 30 bis 90 Sekunden 60 bis 90 Sekunden
Wirkt, wenn du etwas klar erklärst du etwas ehrlich sagst
Geht schief, wenn du abliest und es merkt man du keinen Schlusssatz hast

Wer den Unterschied zwischen Bildform und Sprechweise einmal verstanden hat, hört auf, sich zwischen beiden zu entscheiden. Die eigentliche Frage lautet nicht „welches Format“, sondern „habe ich heute etwas zu erklären oder etwas zu sagen“.

Wann Talking Head das Richtige ist

Immer dann, wenn Reihenfolge zählt. Ein Ablauf in drei Schritten, ein Preis und was darin enthalten ist, ein Missverständnis, das du geradeziehen willst — dabei hilft dir ein Plan, und der macht das Video nicht steifer, sondern kürzer.

Auch dann, wenn du dich vor dem freien Reden fürchtest. Ein Talking Head darf vorbereitet sein. Das ist kein Rückschritt, das ist die Erlaubnis, mit der viele überhaupt erst anfangen. Wie du es aufbaust, steht in Talking Head: Was das ist und wie du eines drehst.

Wann Yapping das Richtige ist

Immer dann, wenn du eine Beobachtung hast. Etwas, das dir bei einer Kundin aufgefallen ist. Ein Satz, den du diese Woche zum dritten Mal gehört hast. Eine Meinung, die du in deinem Fach vertrittst und die nicht alle teilen.

Solche Dinge werden durch Vorbereitung schlechter, nicht besser. Sie leben davon, dass man dir beim Denken zusieht. Die sechs Regeln dafür stehen in Yapping — einfach reden, und es funktioniert.

Was beide gemeinsam haben

Bei beiden sitzt der Ton vor dem Bild, das Licht vor dir statt hinter dir, und der Blick in der Linse statt auf dem eigenen Gesicht. Beide brauchen Untertitel. Und bei beiden gilt dieselbe Länge: ein Gedanke, nicht drei.

Der Fehler, den beide teilen

Kein Schluss. Videos hören auf, statt zu enden — die Sprecherin merkt, dass sie fertig ist, sagt „ja, genau“ und hält an. Das ist der Moment, in dem weitergewischt wird, und es kostet dich mehr als jede Unschärfe.

Schreib dir den letzten Satz auf. Nur den. Alles davor darf frei sein.

Womit du anfängst

Mit dem, was leichter ist. Wenn dir das Reden liegt und dich nur die Technik bremst, fang mit Yapping an und nimm drei am Stück auf. Wenn dir das freie Reden Angst macht, schreib dir ein Video auf und lies es so lange, bis du es nicht mehr ablesen musst.

Beides führt an dieselbe Stelle. Die Reihenfolge ist Geschmack, nicht Strategie — und keins der beiden Formate wird dadurch besser, dass du noch drei Wochen darüber nachdenkst.

Wenn du es einmal mit jemandem ausprobieren willst

In der 1:1 Session drehen wir beides und du siehst am selben Nachmittag, was dir liegt. Oder du fragst erst einmal nach: dreißig Minuten, kostenlos.

Ein Wort nicht verstanden? Im Glossar stehen Reel, Hook, UGC und der Rest in normaler Sprache.